Der Dispositionskredit ist praktisch, wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig bleibt. Wird er jedoch langfristig genutzt, wird es richtig teuer. Durchschnittlich müssen Bankkunden über 10 % Zinsen für ihren Dispo zahlen - das verringert die Liquidität noch weiter. Hier gibt es Tipps, wie man aus diesem Teufelskreis ausbrechen kann.

Jemand hält ein Fernglas in seinen Händen.
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Tipp 1: Überblick über die finanzielle Lage verschaffen

Es mag simpel klingen, aber der eigentliche Grund, warum man den Dispositionskredit überhaupt regelmäßig und langfristig nutzen muss, ist fast immer, dass man über seine Verhältnisse lebt. Deshalb muss eine ehrliche und schonungslose Prüfung her:

  • Wie viel Geld habe ich monatlich zur Verfügung?
  • Wie viel davon entfällt auf meine Fixkosten?
  • Wofür gebe ich das übrige Geld aus?

Sobald man einen guten Überblick über seine finanzielle Lage hat, geht es nun ans Ausmisten. Alte, kostenintensive Gewohnheiten werden durch neue, günstigere ersetzt. Wer jedes Wochenende ins Kino geht, kann diesen Besuch beispielsweise auf einmal im Monat beschränken. An den anderen Samstagen gibt es dann stattdessen einen Film- oder Spieleabend mit Freunden. Statt regelmäßigen Restaurantbesuchen können gesellige Kochabende in größerer Runde eine Alternative sein, wer häufig online shoppt, kann sich vornehmen, keinen Kauf zu tätigen, bevor er nicht mindestens eine Nacht darüber geschlafen hat.

Auch Freunde sollten in die Sparpläne eingeweiht werden. Nur so können sie unterstützen, indem bei Aktivitäten auch günstigere Alternativen in Betracht gezogen werden.

Eine aufsteigende Treppe aus Münztürmchen.
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Tipp 2: Die Einnahmen erhöhen

Ganz klar: Wer häufig den Dispo benötigt, gibt entweder zu viel aus - oder nimmt zu wenig ein. Am Gehalt wird man vermutlich nichts ändern können, aber möglicherweise können sich weitere Einnahmequellen auftun. Das kann natürlich ein Nebenjob sein, der das Girokonto aufbessert, allerdings hat nicht jeder die nötigen Kapazitäten dafür.

Alternativ kann das Ausmisten und Verkaufen nicht mehr benötigter Dinge lukrativ sein. Auf Flohmärkten lässt sich so manches Schätzchen zu barem Geld machen. In speziellen Online-Börsen können Gegenstände sogar kostenlos angeboten werden.

Eine andere Maßnahme, die in diesem Zusammenhang die Finanzen schonen kann, ist das "Regal-Prinzip", das allerdings etwas Disziplin verlangt. Für jeden neuen Gegenstand muss dabei zuvor ein alter verkauft werden. Dadurch wird eine Anhäufung von Besitztümern vermieden und gleichzeitig der Geldbeutel geschont.

Eine Frau sitzt am Laptop und hält eine Kreditkarte in ihrer Hand.
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Tipp 3: Kreditkarte mit Ratenzahlung nutzen

Vor allem für größere Anschaffungen kann eine Kreditkarte mit der Möglichkeit zur Ratenzahlung eine große Entlastung für den Dispo sein. Auf diese Weise werden einmalig höher ausfallende Beträge so reduziert, dass sie nicht ein großes Loch ins Girokonto reißen.

Manche Kreditinstitute bieten auch einen Aufschub der Zahlung an, die dann erst rund drei Monate nach dem Kauf fällig wird. Auf diese Weise hat man genug Zeit, um den nötigen Betrag anzusparen und vor dem Abbuchungstermin auf die Kreditkarte umzubuchen. Wichtig ist jedoch, dass der Abbuchungstermin auf jeden Fall eingehalten wird, da sonst ebenfalls Zinsen anfallen, die gegebenenfalls noch höher sind als die des Dispos.

Aus Würfeln wird das Verschulden zu Umschulden gedreht.
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Tipp 4: Kredit umschulden

Wer dauerhaft und mit hohen Beträgen seinen Dispositionskredit belastet, sollte über eine Kreditumschuldung nachdenken. Dabei nimmt man einen Kredit auf, mit dem der Dispo ausgeglichen wird. Diese Schulden werden dann monatlich bis zur Schuldenfreiheit abbezahlt.

Der Vorteil dieser Maßnahme sind die deutlich geringeren Kreditzinsen, die bei einem regulären Kredit anfallen. Dies stellt allerdings nur eine vorübergehende Notlösung dar, wenn nicht dennoch die allgemeine Einnahmen- und Ausgabensituation verändert wird.

Die Anyfin App zeigt auf einem Smartphone einen Zinsvergleich.
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Tipp 5: Weniger Zinsen durch Anyfin

Wie bereits erwähnt ist der Dispositionskredit deshalb so tückisch, weil er sehr leicht genutzt werden kann, man dafür aber mit überproportional hohen Zinsen bezahlen muss. Das muss aber nicht unbedingt sein! Der Finanzdienstleister Anyfin übernimmt die Schulden des Kredits - und der Kreditnehmer zahlt den Betrag zu garantiert besseren Konditionen ab.

Der Vorgang ist ganz einfach: Zunächst wird eine unverbindliche Anfrage gestellt. Anyfin prüft anschließend, ob sie ein besseres Angebot unterbreiten können. Wenn ja, melden sie sich mit allen Details beim Kreditnehmer. Ist dieser einverstanden, überweist Anyfin den fälligen Betrag, der in garantiert geringeren Raten zurückgezahlt wird. So bleibt unterm Strich mehr Geld!

Fazit

Der Dispositionskredit kann schnell zur Finanz-Falle werden. Mit den nötigen Strategien und entsprechender Disziplin ist es jedoch möglich, den Kontostand wieder auf null zu setzen.